Ratschläge annehmen oder mit dem Kopf durch die Wand? #198

In der heutigen Folge sprechen wir über Ratschläge von Dritten, Kritik von Freunden und die kleinen Kreativitätskiller, die Einfluss auf deine Entscheidungen, Ideen und deine Musik nehmen können. Natürlich haben wir mehr Meinungen als Moderatoren am Start und so entwickelt sich in dieser Episode eine spannende Diskussion rund um das Annehmen von Ratschlägen. In den Hörerfragen geht es dann schließlich um das Abmischen mit Referenz und eine kleine Überraschung erwartet dich zudem…

Ich wünsche beste Unterhaltung beim Hören :)

Gute Ratschläge oder schlechter Rat? – delamar Podcast #198

Wir kennen das ja alle – kaum spielt man einem Freund, Bekannten oder Unbekannten die eigene Musik vor, schon mutiert dieser zu einem ausgewachsenen Kritiker. Dabei kommen viele gute Ratschläge, manchmal aber auch ganz schöner Bockmist zusammen. Und über die Unterscheidung dieser beiden Arten von gut gemeinten Ratschlägen unterhalten wir uns in dieser Episode. Dabei kannst Du die Differenzierung von Ratschlägen unterschiedlicher Gruppen von Bekannten und Freunden (unserer Meinung nach) erfahren, oder wie Du die Neider erkennst.

Es gibt viele Meinungen, Tipps, Tricks und Ansichten in dieser Folge zu hören und viele kamen aus dem Chat, in dem sich fast 80 delamari eifrig an der Diskussion beteiligten. In den delamar Hörerfragen geht es um das Abmischen von Songs und wie Du am besten deine Referenz hier einfließen lässt.

Übrigens: Es lohnt sich, bis zum Ende zu hören…wie immer!

Hörermeinungen (14)

zu 'Ratschläge annehmen oder mit dem Kopf durch die Wand? #198'

  • Felix the Upright Bassist
    04. Dez 2012 | 18:21 Uhr Antworten

    Wer sich Gedanken macht, sich quasi einen Reim auf die Dinge machen möchte — und wer einen Reim zu dem im Live-Event genannten Begriff finden möchte, benötigt dazu vor allem eines: Intelligenz!
    Und natürlich Kreativität; sonst nützt das ganze Kopfzerbrechen gar nichts…

    Das Thema fand ich gut gewählt; gerade in Zeiten, wo sich manches Nicht-(so-sehr-)Talent weit überschätzt, sollten wir als Musikschaffende, aber auch als „nur“ Darbietende, unterscheiden lernen, was gute, wertvolle Ratschläge, und was lediglich niederknüppelnde Geschmacksurteile sind.

    Und wenn wir, als möglicherweise Erfahrenere, selbst um Rat und Beurteilung gebeten werden, sollten wir bedenken, dass dieses um so brauchbarer wird, je ehrlicher und gleichzeitig einfühlsamer dieses formuliert wird.

    Wenn ich da unsicher bin (z.B. weil ich die Musikrichtung nicht so gut kenne), halte ich mich da lieber zurück oder sogar ganz ‘raus.

  • Christoph W.
    04. Dez 2012 | 21:43 Uhr Antworten

    Prinzipiell sind Ratschläge und Kritik ja gut, man muss aber immer aufpassen, wie diese gemeint sind und mit welchem Hintergedanken gesagt werden.
    Oft werden auch “gute” Kritiken einfach nur dahingesagt, um nichts falsches zu sagen.

    Bzgl des Gewinnspiels, es ist alles gut, außer dich überfällt die Inkontinenz!

  • Alex 28
    04. Dez 2012 | 22:26 Uhr Antworten

    Leider können einem die wenigsten im persönlichen Umfeld eine ehrlich, gute Kritik abgeben können. Meißt erging es mir so, das ich das Gefühl hatte, das sich die Leute weniger ehrlich trauen zu kritisieren wenn sie wissen das der Track von einem sei.

    Eine bessere Kritik erhielt ich immer wenn ich sagte hör dir das hier mal an das ist von einem, mit dem ich viel im Forum schreibe. Zumindest waren sie dann immer ehrlicher und es brachte mich teilweise dann doch einen Schritt weiter. Das sind aber meißt nur reine Konsumenten ohne Kenntnisse oder je ein Instrument gespielt zu haben.

    Besser finde ich fährt wenn man in den Clubs einfach seine Musik spielt und schaut was ein Partywütiges Publikum dazu sagt. Da finde ich ist es auch abhängig was es für eine Musikrichtung ist. Einen Elektro oder Hiphoptrack kann man schnell mal durch einen Dj antesten lassen wenn man ihm sagt das er die CD behalten darf und sich ein bisschen wichtig macht. Anders ist es wieder bei Bands die erst mal kleine Clubkonzerte oder dementsprechende Clubs brauchen, wo sachen wie z.B. Jazz, Metal oder Rock gespielt werden.

    Die beste Kritik bekomme ich aber immer von meinem Lehrer wo ich Gitarre und Bass spiele. Auch gibt es dafür an unserer Musikschule ein Brett an dem kritisiert werden darf. Unter gleichgesinnten in Verbindung mit Konsumenten kann es durchaus sinnvoll sein, zwischen den Zeilen zu lesen und so einen Weg zum erfolgreichen Track vielleicht finden.

  • audiobus
    05. Dez 2012 | 12:31 Uhr Antworten

    Ich stelle meine Tracks grundsätzlich mehreren Leuten mit unterschiedlichsten Hintergründen vor. Producern, Tontechnikern, DJs, Musikredakteuren und Leuten, die gar keinen musikalischen Hintergrund haben. Jeder / Jede hat Aspekte vorzuweisen, die interessant und zu berücksichtigen sind. Dann mache ich mir eine Liste und gehe die Punkte durch. Bei manchen nehme ich Änderungen vor, bei manchen nicht, denn eins ist sicher: Man kann es nie allen Recht machen!

  • Jürgen Bromant
    05. Dez 2012 | 14:00 Uhr Antworten

    Ich habe auch so meine Erfahrungen mit Foren wir z.B. Myownmusic gesammelt und früher dort viel derbe Kritik abbekommen, dadurch aber auch eine Menge gelernt. Ich habe mir nämlich immer die konstruktiven Kritiken herausgesucht und die betreffenden Leute angeschrieben und genauer nachgefragt. Vor allem zum Thema Mixing und Mastering habe ich dadurch einiges gelernt. Zu glauben man wüsste und könnte alles, ist der Tod der eigenen musikalischen Weiterentwicklung.

  • Marcus
    05. Dez 2012 | 14:48 Uhr Antworten

    Sorry aber ich pfeif mittlerweile auf die Meinung von “Kollegen”!

    Deren “Kritik” sieht meistens so aus:

    “es ist nicht fett genug!”
    “könnte man sicher noch besser abmischen!”
    “kommt mir bekannt vor, woher hast du das geklaut?”
    “gefällt mir nicht”

    Man könnte deren “Ansprüche” nie zufrieden stellen, weil sie immer von sich und ihren eigenen Tracks ausgehen (die meistens schön abgemischt aber grundlegend totale SCH..SSE sind).

    Ich mach seit einigen Jahren Musik und weiß was funktioniert und was nicht, ebenso was “gut” klingt und was eher nicht.

    Irgendwann kommt dann eben der Punkt wo man sich “ausklinkt” und nicht ständig über Oversampling, Analog/Digital, Effekt-Plugins usw. diskutieren will.

  • Philipp
    05. Dez 2012 | 18:32 Uhr Antworten

    Meiner Meinung nach ist Kritik gut und auch notwendig um sich weiterzuentwickeln, allerdings sollte man (wie auch oft im Pod gesagt) immer darauf achten, von wem sie kommt…
    Ich glaube, dass das größte Problem darin liegt, ehrlich, sachlich und ohne den Einfluss des eigenen Geschmacks zu kritisieren. Außerdem finde ich es ganz wichtig, negative Kritiken nicht als Zeichen von eigener Unfähigkeit, sondern als Ansporn zu sehen, um die Dinge, die vielleicht nicht so gut waren, beim nächsten Mal einfach besser zu machen.
    Zum Gewinnspiel: ich finde Sequenz reimt sich sehr gut :D

  • Karsten Unglaube
    06. Dez 2012 | 09:23 Uhr Antworten

    Mit Kritik ist das immer so eine Sache.
    Ich geb da eher dem Markus recht. Ich pfeif mittlerweile auf die Kritik. In erster Linie muss mir bzw. meinen Bandkollegen, die Musik, der Mix oder was auch immer gefallen.

    Wenn man ein Produkt ( was Musik ja ist ) herstellt, sollte man hinter der Sache stehen. So wie das auch in anderen Bereichen ist ( Handwerkerehre usw. ). Ich hab so was ähnliches Mal erlebt, wie Markus geschildert hat.
    In Bezug auf meine letzte Band haben wir so alles Mögliche gehört, wie wir klingen ( Doors, Black Sabbert, Judas Priest, usw. )

    Es zeigt mir, dass die meisten Leute Ihre Schubladen brauchen um etwas als Gut oder Schlecht zu bewerten. Somit kann ich nur sagen traut Euch nur selbst und warum soll man denn genau so klingen wie die Schublade es vorgibt.

  • Phunkateer
    07. Dez 2012 | 22:50 Uhr Antworten

    Top Folge! Ihr wisst ja, ich mag es immer, wenn es um den Aspekt Mensch geht und nicht so sehr um die Technik.

    Ich muss auch noch etwas Allgemeines loswerden:
    Ich finde Euch auch TECHNISCH super! Die Podcasts sind sehr gut geschnitten, die Audioqualität passt, der RSS feed ist immer frisch und man hört nicht ständig irgendwelche System- oder Skype-Sounds der Teilnehmer.

    Vielleicht klang das jetzt banal, aber in anderen Podcasts ist das nicht so!
    Deswegen: Macht genauso weiter und macht bitte bloß nix mit Videopodcast oder so! ;-)

    Grz,
    Phunkateer

  • Strubi3
    08. Dez 2012 | 15:59 Uhr Antworten

    Das psychologische Phänomen, das ihr angesprochen habt, ist ein wichtiger Punkt bei Kritiken. Wenn ich Freunde bei mir zu Besuch habe, lass ich oft ihm Hintergrund Musik laufen. In der Tackliste befindet sich dann ein Stück von mir. Wenn ich das Gesprächsthema dann auf den Song lenke, erhalte ich ehrliche Kritik. Sie wissen ja nicht das der Song von mir kommt.

    Zu Ratschlägen: Einfach ausprobieren und das Ergebnis mit dem Ausgangsmaterial vergleichen und die Ohren entscheiden lassen. Ein vermeintlich schlechte Ratschlag kann sich auch als guter herausstellen und umgegehrt.

    Wenn mir hierzu kein Reimwort einfallen würde, leide ich wohl möglich schon an Demenz.

  • Frank
    10. Dez 2012 | 13:55 Uhr Antworten

    Eurer Podcasts sind für mich jeden Montag ein muss… wüsste gar nicht was ich Montag Abend 21:00 Uhr machen sollte und hoffe inständig, dass dies so bleibt und nicht abgeschafft wird, nach der 200. Im letzten Podcast blieb für mich ein Satz fest hängen, glaube der kam von Matthias!? “Auch Ratschläge, sind Schläge.” Das sollte man sich merken, wenn man selbst wieder einmal, besser (schlauer) sein will, als ein anderer. Danke dafür!!

    Reim:
    Die Frequent hat nix zu tun, mit;
    – Latenz
    – Koblenz
    – Pressekonferenz
    – Preisdifferenz
    – Intelligenz
    – Antivalenz
    – Audienz
    – Assistenz
    – Basisfrequenz
    – Bregenz
    – Independenz
    – Indifferenz
    – Tricksequenz
    – Wärmeresistenz
    und schon gar nicht zu tun, mit Inkontinenz! :)

    GLG Frank

  • IrgendeinThomas
    13. Dez 2012 | 18:49 Uhr Antworten

    Das Problem ist das reine Musikkonsumenten meist nur ein Geschmacksurteil abgeben können das im Regelfall nichts ins Detail geht (ob zB die Melodie gefällt, nicht welche Schwächen ggf. der Mix hätte) und wenn es Freunde, Verwandte, Bekannte sein sollten dazu auch oft nicht ehrlich genug ausfällt.
    Für die Meisten Amateur bzw. semiprofessionellen Musiker ist es sicher nicht einfach Experten (also echte… mit professioneller langjähriger Erfahrung, keine selbsternannten ;-)
    aufzutreiben die sich dafür Zeit nehmen um nicht nur ihr Geschmacksurteil sondern auch detailliert über die technische Umsetzung oder der Songstruktur abzugeben.
    Die meisten Communities wie zB Soundcloud bringen diesebezüglich auch nichts, da es sich anscheinend mittlerweile so eingebürgert hat nur Kommentare zu schreiben wenn man etwas positives zu sagen hat…selbst fachliche nur auf den Mix bezogene Kritik liest man dort sehr sehr selten (geschweige denn von negativen Geschmacksurteilen)und nicht weil die Qualität dort immer so perfekt ist.;-))
    Somit eigentlich garnicht so einfach ehrliche und zugleich auch fachlich fundierte Kritik zu bekommen, obwohl das für Viele sehr wichtig wäre.
    Und sowieso für die Fälle die von vornherein an Selbstüberschätzung leiden und sich darin noch bestätigt fühlen wenn keiner da ist der es ihnen sagt und konkrete Schwachpunkte aufzeigt. Ein guter Rat wäre somit eigentlich schon mal vorab immer ein gewisses Mass an Selbstkritik zu besitzen und sich nicht als ein musikalisch perfektioniertes Wunderkind und dergleichen zu sehn. Gute Kritik von kompetenten Leuten zu suchen und nicht zu denken man hätte das ja sowieso nicht mehr notwendig.

  • BJ
    26. Feb 2013 | 19:46 Uhr Antworten

    Also ich hab auf Youtube eigentlich ganz positive erfahrungen gemacht,aber allgemein ist es so das die leute im Netz kritischer sind als Freunde aber genau auf die kommt es ja an denn man will ja die musik nicht nur an seine Freunde verkaufen sondern ebend an die leute die ebend auf Youtube und Co rumsurfen…also muss es denen auch gefallen … Meistens isses im netz so das bei schlechter bis guter musik garkein Kommentar abgegeben wird (und ich musste da schonma in einigen Foren früher gut rumprovozieren und hab mir dadurhc nicht nur freunde dort gemacht aber es hat dann was als Feedback kam auch wenns dann schlechter ausfällt wenn die Leute soweiso schon sauer auf einen sind…mehr gebracht als 20 jahre meinungen von Freunden und Bekannten ! Die habe alle immer gesagt ist gut ..und es hat sich dann rausgestellt das die immer alle über die schlechte qualität unds mastering bzw. abmischen hinweggehört haben und leute die einen nicht kennen sowas aber als ersten kritikpunkt warnehmen und eventuell den track direkt wegklicken) Damit in Foren usw. die Leute von alleine was dazu sagen muss es schon ziemlich mies oder richtig gut sein …Ansonsten muss man immer bischen das Feedback ausquetschen aus den Leuten ….Richtig gutes Feedback bekommt man wenn man es schafft das ein bekannter Youtube Channel zur Musikrichtung die Tracks für einen hochläadt und somit dafür werbung macht die leute in so nem Channel geben gern Kommentare von sich aus, da sie ja in nem Channel Kommentieren den sie gut finden und sich gerne beteiligen ….Dank der kritik ausm Netz in Foren (die ich wie gesagt aber echt mit provokanten mitteln erzwingen musste hat sich dann halt rausgestellt die mukke ist gut die quali ist so schlecht das die anlagen das so unterschiedlich wiedergeben das die leute die mukke einfach nicht verstehn können und sie dadurch nicht gefällt auch wenn sie eigentlich gut komponiert ist …dadurch konnte ich mir jetzt die nötige Hardware wie Monitorboxen etc. dazu kaufen wodurch ich jetzt schon beim ersten release nach ca. 2 jahren Pause in denen ich mich nur darum gekümmert hab die Quali zu verbessern direkt nen Youtube Channel mit über 70 000 Abonennten auf mich aufmerksam machen konnte und es durch ihn endlich ma vernüftiges Feedback ohne Betteln gibt und ich richtig merken kann das es den leuten jetzt besser gefällt als die mukke von früher …Auf ner bestimmten Seite für musik vermarktung bin ich in den deutschland dubstep charts innerhalb von paar Tagen auf platz zwei geklettert und das alles nur weil ich innem Forum mal rumgeprollt hab was an der Musik bitte schön so toll sein soll und wieso keiner mal was zu meiner mukke sagt obwohl ich doch über 20 jahre komponier erfahrung habe und immer nur gutes von freunden gehört hatte das doch dann also gernicht so schlecht sein kann, was dann für antworten kamen kann man sich ja Vorstellen und klar haben die getroffen aber eher in richtung was hab ich nur für freunde wieso hat mir das vorher noch niemand gesagt, den rest hab ich aufgesaugt wie ein schwamm klar noch bischen provokant nachgehakt um noch mehr zu erfahren aber im grunde immer sehr gut aufgepasst und der kritik von Fremden die mir natürlich erstma so garnicht gepasst hat mehr geglaubt als der meinung meiner Freunde. Und es hat mir was gebracht …D.H. einma innem Forum rumprollen und feedback erzwingen hat mehr grbracht als 20 jahre meinungen von Freunden und bekannten einholen !!!!!!!!!!

  • BJ
    26. Feb 2013 | 20:21 Uhr Antworten

    Zum Thema Neid hab ich Folgende erfahrungen gemacht,

    bekanntere künstler werden gern gefeatured und gepusht weil man sich davon was verspricht (einschleimen, bischen erfolg färbt auf einen selber ab weil man den andern kennt etc.)

    hörbar schlechtere Künstler werden gern gefeatured gepusht weil man sich dann gut als der bessere abheben kann und das somit einem eigentlich mehr bringt als dem schlechteren künstler der dadurch vielleicht paarmal mehr gehört aber aufgrund seiner fehlenden qaulität trotzdem schnell wieder vergessen ist …

    jedoch hörbar bessere Künstler die jedoch unbekannter sind als man selbst werden geblockt und so gut wie nie gefeatured weil man dann angst um die eigenen kariere hat weil der andere ja besser ist. Deshalb sagt man ihm vielleicht privat das ist cool aber in der öffentlichkeit schweigt man ihn tot weil der doch bitte so unbekannt bleiben soll wie er jetzt ist nacher schnappt er einem noch den begehrten label vertrag vor der nase weg ….

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